Grand Basel –
18 Monate inhouse für eine neue Klasse von Messe
Digitalstrategie und Projektarbeit vor Ort für das Sammlerformat der MCH Group
MCH Group / Grand Basel
Die Aufgabe
Die MCH Group, Veranstalterin der Art Basel, wollte mit der Grand Basel ein zweites Format etablieren: keine Kunstmesse, sondern eine Bühne für automobile Sammlerstücke. Fahrzeuge sollten nicht als Produkte gezeigt werden, sondern als Kulturgut — kuratiert, inszeniert und einzeln erzählt.
Für ein Format ohne Vorbild reicht externe Beratung nicht aus. dgtl.ai wurde Teil des Projektteams: über 18 Monate regelmäßig vor Ort in Zürich und Basel, eingebunden in die tägliche Projektarbeit der MCH Group — nicht als externer Dienstleister mit Statusterminen, sondern als Teil des Teams, das die Entscheidungen im Alltag getroffen hat.
Website und Ticketshop liefen über die Systeme der MCH Group, die Event-App kam von einem Schweizer Softwarehaus, die interaktiven Exponat-Aufnahmen von einem spezialisierten Fotoproduktionsteam. dgtl.ai entwickelte die digitale Strategie und war der Knotenpunkt, an dem diese Gewerke inhaltlich zusammenliefen.

Der Ansatz
Inhouse statt Beratung auf Distanz
Ein Format ohne Vorbild lässt sich nicht am Reißbrett planen und dann liefern. Die Anforderungen änderten sich mit jeder Erkenntnis aus dem laufenden Aufbau — welche Exponate wie inszeniert werden, wie der Verkaufsprozess wirklich läuft, was ein Sammlerpublikum von einer Messe erwartet, die es in dieser Form noch nicht gab.
Deshalb war die Arbeitsweise keine klassische Projektsteuerung mit Abgabeterminen, sondern kontinuierliche Präsenz im Projektteam der MCH Group. Entscheidungen zu Content, Datenflüssen und der Zusammenarbeit mit den beteiligten Gewerken entstanden direkt im Team, nicht in Statusberichten danach.
Die Exponate
116 Fahrzeuge, 354 Bilder, eine Belichtungstechnik wie aus einem Film
Für die Webseite der Messe wurden 116 Fahrzeuge inszeniert und in 354 interaktiven LuxMatrix-Aufnahmen festgehalten — entwickelt und verantwortet von Zeitfeld, produziert von Cinegramm.
Die Technik ist eine invertierte Bullet-Time-Aufnahme: Statt wie im Film mit 36 Kameras um ein Objekt herum aufzunehmen, standen hier drei Kamerapositionen fest. Um das Fahrzeug herum waren, hinter Gaze verborgen, 36 Blitzlichter aufgebaut. Beim Betrachten reagiert das Bild interaktiv auf diese Beleuchtung — der Schlussframe zeigt eine Komposition aus allen Belichtungsschritten.
Ein Beispiel dieser Technik lässt sich hier erleben —
mit der Maus über das Bild fahren, um eines der 116 Fahrzeuge in Bewegung zu erleben.
Die inhaltliche Arbeit dahinter lag ebenfalls bei dgtl.ai: Weil die Aussteller aus dem Handel kamen und das kuratorische Prinzip zunächst nicht kannten, wurden die Fahrzeuginformationen zu großen Teilen selbst recherchiert und zweisprachig aufbereitet.
Der Ticketshop
Wie eine entfernte Hürde die Conversion um 244 % steigerte
Der Ticketverkauf lief über die Systeme der MCH Group und damit über deren Konzernrichtlinie: Wer ein Ticket kaufen wollte, musste zuvor ein MCH-Konto anlegen. Für ein Publikum, das spontan auf eine neue Messe aufmerksam wird, war das eine Hürde, die den Kaufprozess über das vertretbare Maß hinaus verlängerte.
Als Teil des Projektteams identifizierte dgtl.ai den Zusammenhang in den Verkaufsdaten und setzte die Entkopplung durch: Ticketkauf ohne Registrierung, Kontoeinrichtung optional über eine Follow-up-Mail im Anschluss.
Am ersten Tag nach der Umstellung stieg die Conversion Rate um 244 % gegenüber dem Vortag.
Umsetzung
im Überblick
18 Monate Projektarbeit in Basel
Digitale Strategie inhouse
Konzeption der digitalen Klammer für ein Format ohne Vorbild — entwickelt als Teil des Projektteams, nicht von außen.
18 Monate vor Ort
Regelmäßige Präsenz in Basel über anderthalb Jahre. Entscheidungen entstanden im Team, nicht im Statusbericht.
Koordination der Gewerke
Inhaltliche Abstimmung zwischen Website, App, Bildproduktion und Kanälen über mehrere Partner und Länder.
Analyse des Verkaufsprozesses
Identifikation der Conversion-Hürde im Ticketshop und Durchsetzung der Lösung im Projektteam.
Content-Architektur der Exponate
Recherche und zweisprachige Aufbereitung der Fahrzeuginformationen für 116 Exponate.
Social Media
Übernahme der Kanäle nach der Messe. Aufbau einer Community von rund 25.000 Followern.
Social Media
Vom Messeauftritt zur ganzjährigen Community
Nach der Messe übernahm dgtl.ai die Social-Media-Kanäle der Grand Basel. Aus einem Format, das an drei Messetage gebunden war, wurde ein ganzjährig sichtbares Thema.
Die redaktionelle Linie folgte demselben Prinzip wie die Exponat-Darstellung: das Fahrzeug als Kulturgut, nicht als Kaufobjekt.
In dieser Zeit wuchs die Community auf rund 25.000 Follower.
Das Ergebnis
Die Grand Basel fand im September 2018 in Basel statt. Gezeigt wurden kuratierte automobile Sammlerstücke — von Vorkriegsfahrzeugen bis zu Einzelstücken der Gegenwart. Das Format war als Ableger der Art Basel angelegt: derselbe kuratorische Anspruch, ein anderes Sammelgebiet.
Monate Projektarbeit vor Ort
18
Fahrzeuge inszeniert
116
Interaktive LuxMatrix-Aufnahmen
354
Conversion-Steigerung nach Checkout-Umstellung
+244 %
Follower-Community Social Media
~25.000
Mehrwert
die MCH Group
Ein Team-Mitglied, kein externer Dienstleister
Kontinuität statt Projektübergaben
18 Monate durchgehende Präsenz im Projektteam bedeuteten, dass Wissen nicht zwischen Terminen verloren ging.
Eine digitale Linie über mehrere Partner
Website, App, Bildwelten und Kanäle folgten einer gemeinsamen Content-Architektur — koordiniert von innen, nicht von außen moderiert.
Messbar besserer Ticketverkauf
Die Nähe zum Projektteam machte es möglich, eine Hürde im Verkaufsprozess zu erkennen und die Lösung direkt umzusetzen. Ergebnis: +244 % Conversion.
Inhalte, die über das Event hinaus tragen
Aus der Exponat-Redaktion und der Begleitung der Fotoproduktion entstand Material, das nach der Messe eine Community von 25.000 Followern getragen hat.
Warum dieses Modell funktioniert
Kontinuierliche Präsenz + Content, der dem Format gerecht wird + Blick über alle Systeme =
eine Stimme statt fünf Dienstleister
Für ein Format ohne Vorbild reicht kein externes Briefing. Es braucht jemanden im Team, der die digitale Linie über 18 Monate hält, während sich die Details erst im laufenden Aufbau klären.
Stand: 20. August 2026
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